Was denken Sie?
- Lesen Sie M1. Äußern Sie sich spontan: Was denken Sie? Wie würden Sie heran gehen? Welche Strategie wählen Sie?
Inhalte, Kompetenzen und Kompetenzerwartungen
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Der erste Gedanke zur Reihenplanung ist bei den meisten Lehrenden: wirf mal einen Blick in die Lehrpläne.
Die Kernlehrpläne Chemie unterscheiden die vier untereinander vernetzten Kompetenzbereiche Sachkompetenz, Erkenntnisgewinnungskompetenz, Kommunikationskompetenz sowie Bewertungskompetenz, in denen die Lernenden Kompetenzen erwerben sollen.
Daneben sind Inhaltsfelder ausgeführt, welche die spezifischen chemischen Themen und Inhalte festlegen, die behandelt werden müssen.
Erst aus der Verknüpfung von übergeordneten Kompetenzerwartungen sowie die inhaltlichen Schwerpunkte ergeben sich die konkretisierte Kompetenzerwartungen, welche beschreiben, was Lernende am Ende eines bestimmten Lernabschnitts können müssen.
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Okay. Im Kernlehrplan oder dem schulinternen Lehrplan steht also, was ich genau wie machen soll, oder? Und Schulbuchautoren setzen das dann passend um und ich erhalte eine lineare Abfolge, die ich unterrichten kann?
Ganz so einfach ist das nicht.
Wie machen es jemand anderes?
- Analysieren Sie das Beispiel in Galerie 1 und ordnen Sie dabei einzelne in M2 genannte Gedanken zu.
Reihen eine Struktur geben
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Konkretisierte Kompetenzerwartungen sind schnell formuliert. Aber die wenigsten Inhalte können voraussetzungsfrei erlernt werden. Sie anzuordnen und miteinander zu vernetzen ist grundlegend wichtig.
Hier ein paar Kerngedanken:
- Alles muss erlernbar sein.
- Vom Einfachen zum Komplexen vorgehen.
- Lernende sollen Wissen und Können erlangen, um es anzuwenden – nicht „auf Halde“.
Was mir noch sinnvoll erscheint:
- Zunächst nur das planen, was Lernende für eine Progression benötigen. Alles andere ist Material für eine Differenzierung.
- Es sollte immer weiter gehen. Immanente Wiederholungen geben dabei Sicherheit.
- Anwendungen und zunehmend komplexe Vernetzungen sorgen für Selbstsicherheit und das Gefühl von Selbstwirksamkeit: „ich kann etwas“.
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Was bedeutet dies alles konkret? An folgendem Beispiel wird dies vielleicht klarer. Schauen Sie sich Bild für Bild in Ruhe an.
Eine Reihe vernetzt strukturieren.1
Die gesamte Reihe mit allen Materialien findet man hier. Für eine schnelle Übersicht können Sie auch die Reihenbeschreibung nutzen und die jeweiligen Ziele der Stunde einblenden:
Auf LNCU gezielt Ziele anzeigen lassen1
Auf welche Weise wollen Sie es nun probieren?
- Suchen Sie sich ihren eigenen Weg. Prüfen Sie, ob M3 dabei für Sie hilfreich sein kann.
Finden Sie ihren Weg
Grob beginnen
Womit wollen Sie starten? Einem weißen Blatt Papier? Verschaffen Sie sich in jedem Fall zunächst einen Überblick, welche konkreten Kompetenzerwartungen genau Teil ihres Unterrichts werden (sollen).
Tipp: Halten Sie dies digital fest – das erleichtert das Sortieren und Formulieren.
Hilft ihnen ein good-practice Beispiel? Dann orientieren Sie sich doch an den Gedanken anderer.
Fragen Sie sich bei einer Vorlage aber stets: gibt es einen Sinn in der Reihenfolge? Warum will jemand etwas (so – an dieser Stelle) umsetzen? Will ich das auch?
Halten Sie fest: Was will ich machen? Warum will ich das machen?
Und dann nacharbeiten
Verfeinern Sie ihre Planung z. B. in dem Sie schon vereinzelt Themen für Stunden oder Sequenzen hinzufügen, Ziele oder Kompetenzerwartungen.
Oft hilft hier der Dialog mit anderen. Auch KI kann sehr hilfreich sein. Für beide Fälle gilt aber: entscheiden Sie sich letztlich sinnvoll für ihren Weg.
Prüfen Sie für jeden Teil ihrer Reihe: haben die Lernenden an jeder Stelle prinzipiell das Rüstzeug für das anvisierte Ziel, den Inhalt oder die Kompetenzerwartungen? Auch hier kann sich KI im Dialog als hilfreich erweisen.
Denken Sie dran: Progression – aber für Lernende machbar! Aus Sicht der Lernenden denken: wie sehen einzelne Schritte im Lernprozess aus? Immanente Wiederholungen und vernetztes Lernen sind hilfreich.
Halten Sie alles auf Ihre Weise fest! Weitere Verfeinerung könnten schon sehr konkrete Beispiele für Inhalte, Kontexte, der Fokus, Ideen für Materialien oder Gedanken zu konkreten Zielen sein.
Die Reihe sollte nun sachlogisch strukturiert sein.
Passen Sie sie auf konkrete Gegebenheiten an, z. B.: Wieviel Zeit haben Sie wofür? Wann stehen Klausuren an? Was geht schnell oder alleine, was wären fakultative Vertiefungen oder Differenzierungsmöglichkeiten?










