SUCHERGEBNISSE: 205
Chemie
Ausbildung
Unterricht planen, durchführen, reflektieren
Unterrichtsbesuche
Datum:

Einen ausführlicheren Plan für einen Unterrichtsbesuch schreiben

Zwei Ausführungen im Vergleich

29.03.2026
32138
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Die Idee dahinterPDF
M1

Gedanken vorab

Weiteres

Bevor ich den Plan für den Unterrichtsbesuch schreibe, habe ich Folgendes schon fertig durchdacht. 

Die Stellung der Stunde in der Reihe

Die Stunde ist am Ende der Bindungsreihe angesiedelt und bündelt zentrale zuvor erarbeitete Konzepte wie Ionengitter, Wasser als Dipol sowie Ionen-Dipol-Wechselwirkungen im Modell des Lösevorgangs. Aufbauend auf den zuvor experimentell beobachteten Temperaturänderungen beim Lösen verschiedener Salze steht nun die energetische Erklärung dieser Phänomene im Mittelpunkt, bevor in der folgenden Stunde eine systematischere Bewertung der Anwendungen (z. B. Hotpots und Kühlpacks) erfolgt.

Was genau will ich heute unterrichten?

„Warum wird ein Hotpot heiß? – Energetische Betrachtung des Lösevorgangs von Salzen auf Teilchenebene und erste Beurteilung der Sinnhaftigkeit selbsterhitzender Instant-Lebensmittel.“
Im Zentrum der Stunde steht die modellhafte Erklärung von Temperaturänderungen beim Lösen von Salzen durch die energetische Gegenüberstellung von Gitterenergie und Hydratationsenergie auf Teilchenebene mit einem Fokus auf die leichter zu erklärende Erwärmung im Kontext des Hotpots.

Wie sieht das ideale Lernprodukt aus?

Gedanken zum Lernprodukt1

Lernprogression von den Lernenden aus gedacht

Die Lernenden wissen aus Experimenten, dass sich Lösungen beim Lösen von Salzen erwärmen oder abkühlen können → sie sollen das erklären → dazu betrachten wir den Lösevorgang noch einmal allgemein auf Teilchenebene und überlegen, an welchen Stellen dabei Energie benötigt oder frei wird → die Lernenden benötigen die Begriffe Gitterenergie und Hydratationsenergie → mit einem erweiterten Modell können sie schließlich allgemein erklären, warum Lösungen warm, kalt oder kaum verändert werden und dies auf die Beispiele übertragen.

Welche Materialien nutzen wir?
  • Whiteboards und Stifte zur Visualisierung der Filmleisten
  • Magnetische Modellmaterialien (Kationen und Anionen) zur Darstellung von Ionengitter und Hydratation
  • Bilder sowie reale Produkte (z. B. Hotpot bzw. Kühlkompresse) zur Kontextualisierung des Phänomens
  • Digitale Vorlage zur Erstellung einer Filmleiste (drei Bilder)
  • Informationstexte zu Hydratationsenergie und Gitterenergie
  • Arbeitsaufträge zur schrittweisen Modellierung des Lösevorgangs
  • Qualitative Energiediagramme zur Zuordnung verschiedener Lösevorgänge (exotherm, endotherm, nahezu neutral)
Weiteres

Nun notiere ich die Planung derart, dass Andere Schritt für Schritt meine Entscheidungen nachvollziehen können.

Übung

Für ein und die selbe Stunde wurde die Planung nun teilweise in zwei Varianten notiert und in einer Synopse gegenübergestellt. Die Materialien zur Stunde finden Sie unter Warum wird ein Hotpot heiß?

  1. Gehen Sie die Darstellung (EA oder PA) vergleichend durch und stellen Sie begründet heraus ob und an welcher Stelle Ihnen eine der beiden Varianten eher zusagt.
  2. Benennen Sie Möglichkeiten, die von Ihnen bevorzugte Variante noch zu optimieren (präzisieren, Redundanzen vermeiden, korrigieren, …).
  3. Reflektieren Sie abschließend, welche Erkenntnisse Sie aus dieser Übung mitnehmen können.
M2

Der Plan einer Stunde - teilweise in zwei Varianten

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Einen ausführlicheren Plan für einen Unterrichtsbesuch schreiben
Zwei Ausführungen im Vergleich
https://staging.davidweninger.de/material/einen-plan-fuer-einen-unterrichtsbesuch-schreiben/