Vernetzen
- Du hattest zuletzt Vermutungen zu den Eigenschaften der fehlenden Elemente aufgestellt. Prüfe deine Vermutungen mit Hilfe von M1.
- Suche eine triftigen Begründung dafür, dass man die sogenannten Edelgase historisch erst spät entdeckte. Ordne die zusätzlichen „Elementkärtchen der Edelgase“ aus M2, Edelgase fügen sich ein sinnvoll in das unvollständige Periodensystem ein.
- Erkläre inwiefern die Entdeckung und Einordnung jedes weiteren Elements stets eine Bestätigung für das Ordnungssystem waren und formuliere offene Fragen.
Gallium und Germanium
Mendelejews Vorhersagen
Als Mendelejew 1869 sein „Periodensystem der Elemente“ erstmals der Öffentlichkeit vorstellte, waren 63 Elemente bekannt. Auch sein Periodensystem zeigte Lücken. Mendelejew sagte vorher, dass eines Tages hier passende neue Elemente gefunden würden und er benannte Eigenschaften basierend auf den Eigenschaften benachbarter Elemente.
Die Fachwelt war skeptisch gegenüber Mendelejews Behauptungen und Prophezeiungen. Aber 1875 entdeckte der französische Chemiker Lecoq tatsächlich ein passendes neues Element, das er Gallium (Ga) nannte. 1886 entdeckte der Deutsche Winkler dann ein weiteres passendes, und gab ihm den Namen Germanium (Ge).
Voraussagen und Entdeckungen.1
Gallium und Germanium
Die chemischen Eigenschaften und die Atommasse des Elements Gallium stimmten sehr genau mit Mendelejews Vorhersagen für die Position unter Aluminium überein, die noch frei war. Die einzige Ausnahme stellte die von Lecoq bestimmte Dichte von 4,7 g/cm3 dar. Mendelejew hatte 5,9 g/cm3 vorhergesagt.
Mendelejew reagierte auf diesen Widerspruch zu seinen Vorhersagen recht arrogant. Er teilte dem Franzosen in einem Brief mit, dieser habe bei der Bestimmung der Dichte offensichtlich nicht sauber gearbeitet und solle das Experiment mit neuem Material wiederholen. Die erneute Dichtebestimmung mit einer sorgfältig gereinigten Materialprobe lieferte dann tatsächlich die von Mendelejew vorhergesagten Werte.
Inwiefern Mendelejews Vorhersagen zum Germanium passten, kannst Du selbst überprüfen:
Daten zum Germanium2
Weitere Vorhersagen
Mendelejews Voraussagen im Abgleich2
Interessantes zur Namensgebung
Ende des 19. Jahrhunderts war Europa geprägt von Nationalismus und sogar Krieg zwischen den Ländern – besonders zwischen Frankreich und dem deutschen Kaiserreich. Die Entdeckung und Benennung neuer Elemente bot Wissenschaftlern die Möglichkeit, ihre Nation symbolisch zu repräsentieren und den eigenen wissenschaftlichen Beitrag herauszustellen.
Aus diesem Grund benannte der Franzose Lecoq 1875 das entdeckte Element Gallium wohl nach dem lateinischen Namen für Frankreich („Gallia“), während der Deutsche Clemens Winkler 1886 sein Element Germanium als Anspielung auf „Germania“, den lateinischen Begriff für Deutschland, auswählte.
Aus heutiger Sicht kann man diese Praxis kritisch sehen. Die Idee, wissenschaftliche Entdeckungen für nationale Selbstdarstellung oder sogar Rivalität zu nutzen, wirkt nach heutigen Maßstäben rückblickend überholt. Wissenschaft lebt von internationalem Austausch und Zusammenarbeit.
Fun fact: Lecoq wurde unterstellt, er habe sich mit dem Namen möglicherweise auch selbst ein Denkmal setzen wollen, da der lateinische Name für le coq (Hahn) gallus ist.
Die Edelgase werden entdeckt
Die Edelgase fügen sich ein
Die sogenannten Edelgase wurden erst ab 1894 kurz hintereinander entdeckt, als Forscher wie William Ramsay und John Rayleigh in der Luft bisher unbekannte, sehr reaktionsträge Gase wie Argon, Neon, Krypton, Helium und Xenon nachwiesen. Auch wenn diese Elemente kaum mit anderen Stoffen reagieren, lassen sie sich doch in das Periodensystem einordnen.
Weiteres
Die sogenannten Edelgase fügen sich ein.3
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- Stelle heraus, was das Besondere an den in M3 genannten Benennungen war.
Eine besondere Ehrung
Mendelejew und Seaborg werden geehrt
Hier eine zunehmend vollständigere Darstellung des Periodensystems der Elemente. Sie beinhaltet auch zwei nicht selbstverständliche Ehrungen.
Das PSE und eine besondere Ehrung.4
Ein Blick nach vorne
Wie es zu den Ähnlichkeiten der Elemente einer „Gruppe“ kommt und warum sich heutzutage evtl. noch zu entdeckende Elemente nicht an beliebiger Stelle einreihen können, werden wir erklären können, wenn wir einen genaueren Blick „in“ die Atome geworfen haben werden.








